Kiwis und andere freundliche Menschen

So langsam haben wir uns an das Leben in einem Campervan gewöhnt nachdem unser erster nach 3 Tagen den Geist aufgegeben hat und wir ihn 90 km zurück nach Auckland fahren mussten. Jede schlechte Erfahrung hatte immer etwas Positives mit sich. Wir haben in unseren ersten 2 Wochen eine Menge erlebt und tolle Menschen kennengelernt.

Als unser kleiner Camper am Te Arai Beach nördlich von Warkworth nicht mehr anspringen wollte, kamen 3 Camperpaare von nebenan vorbei, die uns geholfen haben den Wagen zu schieben und mit Hilfe eines anderen Wagens zu starten. Eines der Paare waren Australier, die in Neuseeland Urlaub machten, und uns ihre Adresse und Telefonnummer gaben, damit wir sie besuchen kommen wenn wir in Australien sind! Statt des kleinen Campers haben wir nun für das gleiche Geld einen grösseren bekommen.

Einen Tag zuvor lernten wir Lynn kennen, die das Farmer’s Wife Café auf dem Hof von „Sheepworld“ betreibt. Nicht nur erfuhren wir dort von dem abgelegenen Strand Te Arai Beach, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang filmen konnten, sie bot uns auch an auf dem Rückweg bei ihr vorbeizuschauen und auf ihrem Land zu campen. Mit 50 Jahren hat sie sich entschieden ihren Job zu kündigen und ein eigenes Café zu eröffnen, ihr langjähriger Traum.

2-3 Tage später lernten wir Sam in einem Waschsalon kennen, der uns sein Waschpulver anbot (wir hatten noch kein eigenes) und uns auf ein Bier einlud, sollten wir auf dem Rückweg vorbeifahren.

Mittlerweile waren wir auf der Halbinsel Coromandel gelandet, östlich von Auckland und sassen im Regen fest, da alle Orte, wo wir als nächstes hinfahren wollten (Matamata, Rotorua, Taupo), die nächsten 3 Tage verregnet sein sollten. Gerade als wir über den ständigen Regen fluchten, kam ein Herr auf seinem Fahrrad vorbei und bot uns an uns bei ihm in der Garage unterzustellen, wo wir unsere Sachen trocknen könnten, die am Tag zuvor alle klitschnass geworden waren und bei dem durchgehenden Regen nicht trocknen wollten. Wir nahmen dankbar an, fuhren gegen 11:00 Uhr zu seinem Haus und sassen noch bis 23:00 Uhr in seinem Wohnzimmer, bevor wir in seinem Gästezimmer einschliefen. Eric ist einer der interessantesten Menschen, die wir je getroffen haben! Seine Frau und er bereisen seit Jahren die pazifischen Inseln, haben mit freiwilliger Arbeit für UNICEF begonnen und verdienen mittlerweile seit Jahren mit dem Management von Freiwilligen, die auf die verschiedenen Inseln fliegen, um dort Schulen zu bauen, Bewässerungs- und Abwassersysteme zu erstellen, zu unterrichten, Lehrer auszubilden und vieles mehr. Sie waren an Orten, wo Todesdrohungen auf der Tagesordnung standen, lebten im Urwald 5 km von Menschen, die wie vor 5.000 Jahren leben, und haben erstaunliche Dinge von ihren Reisen mitgebracht.

Wir bekamen Kaffee, ein Kingfish-Dinner und ein Bett angeboten und durften sogar heiss duschen. Eric meinte ihm wurde so oft geholfen in seinem Leben und er möchte dies weitergeben. Tue Gutes und du wirst Gutes erfahren. Was für ein aussergewöhnlicher Mensch!

Advertisements

2 Gedanken zu “Kiwis und andere freundliche Menschen

  1. Hallo ihr beiden,
    schön zu lesen, dass es euch so gut geht und ihr nette und hilfreiche Menschen trefft. Wenn jetzt das Wetter noch verlässlich wunderschön bleibt, wäre es noch besser.
    Liebe Grüße
    Kirsten

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s