Segeln gehen und was man sonst noch nicht machen sollte

Seit 4 Wochen sind wir nun in Auckland und stehen seit 2 Wochen bei dem liebsten Schotten Neuseelands auf dem Hof, um unseren Campervan auszubauen.

Aus anfänglich gegenseitigen Gefallen ist eine wunderbare Freundschaft geworden und vor 2 Tagen wurden wir eingeladen zusammen mit einem Freund von ihm auf einen Segeltrip zu gehen. Das Wetter war perfekt: Sonne, ein paar Wolken und genau die richtige Brise Wind. Wir fuhren 1,5 Stunden zum Boot und wurden von einem älteren deutschen Herrn in gebrochenem Englisch begrüsst, der uns seine Bananenstauden zeigte und uns einige grüne Früchte schenkte, deren Namen ich leider vergessen habe.

Auf ging es zum Segelboot mit einem kleinen „Dingi“ (oder so ähnlich), das wirklich nur ein kleines Dingi war! Ein 1,5x1m Schlauchboot, in dem wir zu VIERT Platz nahmen. Johan ist 1,85 m gross und wiegt 85 kg, die beiden anderen Herren haben beide leichtes Übergewicht und von mir wollen wir mal nicht reden. Als wir auf dem Segelboot ankamen, waren alle unsere Hintern nass, der Rucksack und die Dronentasche haben es aber glücklicherweise trocken hinübergeschafft.

Los ging es mit den verschiedenen Leinen und Masten, der Motor zum aus dem Hafen fahren musste gestartet werden und uns wurden die ersten Seemannsknoten beigebracht. Der Hase guckt aus dem Loch, läuft hinter dem Baum entlang und hüpft wieder ins Loch hinein. Ganz einfach.

  1. Regel: Hör immer auf den Captain.
  2. Regel: Lass dich nicht vom Hauptmast erwischen.
  3. Regel: Mach verdammt nochmal das, was der Captain dir sagt.

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Schon beim Ausfahren aus dem Hafen hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch und fühlte mich mit der Gesamtsituation auf diesem Segelboot nicht wohl. Mir wurde relativ schnell schwindelig und jedes Mal wenn ich für Manöver in die Kombüse geschickt wurde, während die Männer oben Seile rissen, Ruder schwangen und Kommandos schrien, wurde mir richtig schlecht. Ich beschloss also oben zu bleiben und mitzureissen, zu schreien und zu schwingen. Nach und nach ging das mulmige Gefühl zurück, ging aber nie ganz weg.

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Nun war Johan an der Reihe. Während er mich am Anfang noch beruhigt hatte und sagte, dass es bald vorbei sei, fing er nun langsam an grün anzulaufen und sich stark aufs Steuern zu konzentrieren, um nicht die Fische zu füttern. Je näher wir dem Strand kamen, an dem wir ankern wollten, desto schlimmer wurde es und wir beschlossen schliesslich früher an Land zu gehen und uns später abholen zu lassen. Mit dem Auto.

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Leicht dehydriert und nicht in der Lage etwas zu essen irrten wir im Hafen umher auf der Suche nach einer Apotheke, bis sich eine nette Lady unserer erbarmte und uns in ihrem klimatisierten Auto zur nächsten Apotheke 3 km entfernt brachte. Dort bekamen wir Elektrolyte und etwas zur Beruhigung des Magens und der Nerven und schon ging es uns beiden sehr viel besser. Die nette Lady brachte uns noch ein paar Kilometer weiter südlich nach Silverdale, wo wir Farbe für unseren Campervan bei einem Handwerkerladen shoppten bis unser schottischer Host uns abholte.

Es war ein wunderschöner Tag und wir konnten die Sonne wirklich geniessen aber alles in allem sind wir uns einig: NIE WIEDER SEGELN!

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